Amthor fordert Berücksichtigung ostdeutscher Interessen im Kabinett

01.04.25 10:20 Uhr, dts-nachrichtenagentur.de

Der CDU-Politiker Philipp Amthor fordert mit Blick auf die Regierungsbildung nach der nächsten Bundestagswahl eine stärkere Berücksichtigung ostdeutscher Interessen - allerdings nicht allein durch Personalfragen.

Philipp Amthor (Archiv)
Philipp Amthor (Archiv)
über dts Nachrichtenagentur

"Der Osten ist dann gut vertreten, wenn Politik für die Bundesländer in Ostdeutschland nicht nur von Ostdeutschen, sondern vom gesamten Kabinett gemacht wird", sagte Amthor dem Magazin Politico. Er gehe davon aus, dass CDU-Chef Friedrich Merz dafür sorgen werde.

Die Herkunft einzelner Kabinettsmitglieder dürfe nicht zum Ersatz für eine Gesamtverantwortung werden, so Amthor. Zwar sei es "natürlich auch wichtig", Ostdeutsche in der Regierung zu haben - entscheidend sei jedoch, dass sich alle Ressorts um ostdeutsche Anliegen kümmern: "Gerade, wenn wir sehen, wie sich das politische System in Ostdeutschland verändert hat und der Druck von den politischen Rändern wächst, darf das kein Nischenthema sein."

Auf die Frage, ob auch Ministerpräsidenten aus ostdeutschen Ländern Teil der neuen Bundesregierung werden sollten, reagierte Amthor offen: "Geeignet sind einige." Besonders lobte er das Engagement von Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer sowie Rainer Haseloff (Sachsen-Anhalt), Mario Voigt (Thüringen) und Sven Schulze (Sachsen-Anhalt), die sich im CDU-Präsidium "richtig stark für Ostdeutschland" einbrächten.

Mit Blick auf die Stimmung an der Parteibasis räumte Amthor Unzufriedenheit ein, widersprach aber Berichten über eine Austrittswelle: "Es sind auch mehrere Tausend Mitglieder, die seit der Bundestagswahl neu in die CDU eingetreten sind", so der CDU-Mitgliederbeauftragte. Die Kritik nehme er als "Ansporn" für die Koalitionsverhandlungen.

Trades kopieren und dabei lernen!
Jetzt mit dem Copy-Trading starten.
Wir zeigen Dir, wie es geht.

CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesen Anbietern. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Zwischen 56% und 80% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit unseren Partner-Brokern. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.